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§ 9 NJVollzG

Vollzugsplanung

(1)
1

Für die oder den Gefangenen ist eine Vollzugsplanung durchzuführen.

2

Beträgt die Vollzugsdauer über ein Jahr, so ist ein Vollzugsplan zu erstellen, der Angaben mindestens über folgende Maßnahmen enthält:

1.

die Unterbringung im geschlossenen oder offenen Vollzug,

2.

die Verlegung in eine sozialtherapeutische Anstalt oder Abteilung,

3.

die Zuweisung zu Wohn- und anderen Gruppen, die der Erreichung des Vollzugszieles nach § 5 Satz 1 dienen,

4.

den Arbeitseinsatz sowie Maßnahmen der schulischen oder beruflichen Aus- oder Weiterbildung,

5.

besondere Hilfs- und Therapiemaßnahmen,

6.

Lockerungen des Vollzuges und

7.

notwendige Maßnahmen zur Vorbereitung der Entlassung.

(2)

Nach der Aufnahme werden die zur Vorbereitung der Aufstellung des Vollzugsplans notwendigen Daten zur Persönlichkeit und zu den Lebensverhältnissen der oder des Gefangenen erhoben sowie die Ursachen und Folgen ihrer oder seiner Straftaten untersucht.

(3)
1

Der Vollzugsplan ist in Einklang mit der Entwicklung der oder des Gefangenen und weiteren Erkenntnissen zur Persönlichkeit, insbesondere der Bereitschaft, an der Erreichung des Vollzugszieles nach § 5 Satz 1 mitzuarbeiten, fortzuschreiben.

2

Hierfür sind im Vollzugsplan angemessene Fristen vorzusehen.

(4)

Zur Vorbereitung der Aufstellung und Fortschreibung des Vollzugsplans werden Konferenzen mit den nach Auffassung der Vollzugsbehörde an der Vollzugsgestaltung maßgeblich Beteiligten durchgeführt.

(5)
1

Die Vollzugsplanung wird mit der oder dem Gefangenen erörtert.

2

Erfolgt die Vollzugsplanung in Form eines Vollzugsplans, so wird ihr oder ihm dieser in schriftlicher Form ausgehändigt.

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Niedersächsisches Justizvollzugsgesetz

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