Die Frist, innerhalb derer der Enteignungszweck zu verwirklichen ist (§ 28 Abs. 2 Nr. 3), beginnt mit dem Eintritt der Rechtsänderung.
Die Enteignungsbehörde kann diese Frist vor ihrem Ablauf auf Antrag verlängern, wenn
der Enteignungsbegünstigte nachweist, daß er den Enteignungszweck ohne Verschulden innerhalb der festgesetzten Frist nicht verwirklichen kann, oder
vor Ablauf der Frist eine Gesamtrechtsnachfolge eintritt und der Rechtsnachfolger nachweist, daß er den Enteignungszweck innerhalb der festgesetzten Frist nicht verwirklichen kann.
Der enteignete frühere Eigentümer ist vor der Entscheidung über die Verlängerung zu hören.
Wenn ein Planfeststellungsverfahren gemäß § 23 stattgefunden hat, endet die Frist spätestens mit dem Außerkrafttreten des Plans.