Asylanträge von Familienangehörigen im Sinne des 3 Verordnung 2024/1347</gco-l-u>">Artikels 3 Nummer 9 der <gco-l-u>Verordnung (EU) 2024/1347</gco-l-u> werden individuell geprüft und entschieden.
Reisen Familienverbände gemeinsam ein, sollen die Personen des Familienverbands bei der Antragseinreichung durch das Bundesamt darauf hingewiesen werden, dass sie den Asylantrag in zeitlichem Zusammenhang einzureichen haben, um die Familieneinheit gewährleisten zu können.
Wird der Asylantrag eines Familienangehörigen im Sinne des 3 Verordnung 2024/1347</gco-l-u>">Artikels 3 Nummer 9 der <gco-l-u>Verordnung (EU) 2024/1347</gco-l-u> abgelehnt, stellt das Bundesamt in den Fällen des 23 Verordnung 2024/1347</gco-l-u>">Artikels 23 Absatz 1 der <gco-l-u>Verordnung (EU) 2024/1347</gco-l-u> zeitgleich mit der Entscheidung fest, ob die Voraussetzungen des 23 Verordnung 2024/1347</gco-l-u>">Artikels 23 Absatz 1 der <gco-l-u>Verordnung (EU) 2024/1347</gco-l-u> vorliegen.
Abweichend von § 34 Absatz 1 Satz 1 ist in diesen Fällen keine Abschiebungsandrohung zu erlassen.
Die Absätze 1 und 2 gelten auch für minderjährige ledige Geschwister des Asylberechtigten oder der Person, der internationaler Schutz zuerkannt wurde, wenn die Familie vor dessen Ankunft im Bundesgebiet bereits bestand oder die minderjährigen ledigen Geschwister im Bundesgebiet geboren worden sind.
Die Absätze 1 und 2 gelten auch, wenn die Ehe nach deutschem Recht wegen Minderjährigkeit im Zeitpunkt der Eheschließung unwirksam oder aufgehoben worden ist; dies gilt nicht zugunsten des im Zeitpunkt der Eheschließung volljährigen Ehegatten.